Ältere Großeinsätze der Feuerwehr Klein Nordende
Einsatz im Rahmen der Kreisbereitschaft 18.07.2002  - 20.07.2002

Um ca. 13:25 wurde unser Wehrführer im Rahmen seiner Aufgaben innerhalb der Kreisbereitschaft alarmiert und besetzte mit den weiteren Mitgliedern das Fahrzeug COM-GEO (Gemeinsame Einsatzleitung vor Ort). Bei diesem Spezialfahrzeug handelt es sich um eine mobile Einsatzleitzentrale. 

Diese wird bei größeren Schadenslagen kreisweit zum Einsatz gebracht. In der Haseldorfer Marsch waren durch die anhaltenden Niederschläge gefährliche Pegelstände erreicht worden und das Hab´und Gut vieler Marschbewohner bedroht. Ein langes Wochenende nahm seinen Lauf... 

Um 15:31 Uhr entschied der Stab im COM-GEO, die Kreisbereitschaft zu alarmieren.

Die Kreisbereitschaft besteht aus ca. 30 Fahrzeugen und Gruppen verschiedener Feuerwehren des Kreises. Der Kreis Feuerwehrverband Pinneberg ist verpflichtet, eine Kreisbereitschaft für die überörtliche Hilfe vorzuhalten. Diese war bereits bei der Flutkatastrophe in der Haseldorfer Marsch 1976 im Einsatz. Dabei wird darauf geachtet, dass die Einsatzbereitschaft der einzelnen Wehren - und somit die Sicherheit der Heimatgemeinden - nicht beeinträchtigt ist. Leiter ist der Kreisbereitschaftsführer BM Gerd Kühl) 

Unsere Wehr ist mit unseren LF 16 (22/44) für die Kreisbereitschaft gemeldet. Der "16er" musste dabei - ohne Unterbrechung - ca. 50 Stunden lang Wasser fördern. 

Bei einer angenommenen Literleistung von 1.200 pro Minute (wir förderten mit 6 bar) entspricht dies einer Gesamtfördermenge von ca. 3.600.000 Litern !
Die Kameraden wechselten sich in einem 7 - 8 Stunden Rhythmus ab.
Am Samstag Abend gegen 20:00 Uhr konnten wir wieder einrücken. 

Brand der alten Ziegelei am 11. 7. 2001

Zu diesem Großbrand rückten wir um 0:18 Uhr aus. Schon vom Gerätehaus aus sahen wir den großen Feuerschein am Ziegeleiweg. Ein aus Holz gebauter, hinter dem alten Maschinenhaus gelegener Trocknungsschuppen brannte in voller Ausdehnung. Das angrenzende alte Maschinenhaus, heute als Lager und Werkstatt sowie als Lkw-Garage genutzt, begann bei unserem Eintreffen ebenfalls zu brennen. 
Es gelang uns, das Feuer am Dach des Maschinenhauses zu löschen und das Gebäude gegen die enorme Strahlungshitze des brennenden Holzschuppens zu schützen. Unterstützt wurde unser Vorhaben durch eine günstige südliche Windrichtung, so dass die Flammen nicht zum Hauptgebäude getragen wurden. Der zweite große Trocknungsschuppen fing aber durch die enorme Strahlungshitze Feuer. Zur Brandbekämpfung der beiden brennenden Holzschuppen forderten wir die Wehren aus Elmshorn, Heidgraben und Groß Nordende an, die bis 0:35 Uhr an der Brandstelle eintrafen. Während wir Klein Nordender unser Löschwasser aus dem Hydrantennetz und aus einem auf dem gegenüberliegenden Grundstück befindlichen großen Brunnen entnahmen, musste das benötigte Löschwasser zum Ablöschen der alten Holzschuppen aus der über 200 m entfernten Lehmkuhle gepumpt werden. Das Zusammenwirken zwischen den beteiligten Feuerwehren klappte hervorragend, und so konnten mit viel Wasser der Großbrand unter Kontrolle gebracht und danach die beiden Lagerschuppen endgültig abgelöscht werden. 

Im Einsatz waren in dieser Nacht 8 Löschfahrzeuge sowie die Einsatzleitwagen aus Elmshorn und Klein Nordende mit insgesamt über 120 Feuerwehrmännern. Gegen 3:20 Uhr rückte das letzte Fahrzeug von der Brandstelle ab. Aber schon gegen 6:47 Uhr war unser LF 16 mit einigen Kameraden wieder an der Brandstelle, um noch einige Nachlöscharbeiten vorzunehmen

Feuer im ehemaligen Bauernhaus der Familie Hamke, Dorfstr. (Töverhuus)

Aus einem „Mittelbrand" wäre fast ein Großbrand geworden, wenn die Kameraden unserer Feuerwehr nicht so schnell und umsichtig gehandelt hätten. Bei Bauarbeiten war das Pappdach unter der neuen Trapezblechbedachung in Brand geraten. Nach dem Eintreffen unserer Kräfte wurde sofort ein Innenangriff unter schwerem Atemschutz über den Boden des Gebäudes vorgenommen, um das Feuer im Dach von innen zu bekämpfen. Gleichzeitig wurden die Trapezbleche, die sich um den Brandherd herum auf dem Dach befanden, abgerissen um auch von außen an das darunter liegende brennende Pappdach heranzukommen. Die alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Elmshorn unterstützte diese Arbeiten. Das vorsorglich mit ausgerückte LF16 der Elmshorner Kameraden blieb in Bereitschaft. Der schelle Innen- und Außenangriff unserer Einsatzkräfte führte zum Erfolg. Das Feuer wurde gelöscht, bevor es auf weitere Teile des Daches übergreifen konnte . Da beide Wehrführer nicht vor Ort waren, bescheinigte der alarmierte Kreis-Brandmeister unseren Kameraden unter der Einsatzleitung des Gruppenführers Helmut Brand einen sehr guten und schnellen Einsatz. Der eingetretene Schaden war zwar mit ca. 100.000,- DM doch recht beträchtlich, ein Großschaden konnte aber verhindert werden. 

 
Brand eines Reetdachgebäudes an der Dorfstr.

Am 15. 8. 1996 werden wir um 9:03 Uhr zur Dorfstraße 73 gerufen und finden einen Entstehungsbrand in einer im Ausbau befindlichen Wohnung vor. Es gelingt uns nicht mehr, an das Feuer heranzukommen; es läuft sehr schnell zwischen den von innen angebrachten Gipskartonplatten und dem Reetdach zwischen zwei Gauben hindurch in den oberen Dachbereich. Wir erkennen den Ernst der Lage und alarmieren die Drehleiter Elmshorn und ein weiteres Löschfahrzeug, da unser LF8 zur Reparatur ist. Um 9:17 Uhr werden die Wehr Groß Nordende und eine weitere Drehleiter aus Uetersen gerufen.
Währenddessen versuchen unsere Kameraden im Innenangriff unter schwerem Atemschutz bei der starken Verqualmung an die einzelnen Brandherde heranzukommen. Das Gebäude ist bis in den Spitzboden hinein ausgebaut und die einzelnen Brandherde befinden sich in der Hohlschicht zwischen Dach und Innenverkleidung. Auch von außen kommen wir nicht an die Brandnester heran, da auf das alte Reetdach eine neue Reetlage gedeckt wurde und somit das Reetdach eine Stärke von ca. 50 cm hat. Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Feuer durch das Reet brennen zu lassen, um dann mit Drehleitern von oben das Feuer im offenen Dach zu bekämpfen. Gleichzeitig fangen wir an, das Reet vom Gebäude mühsam abzutragen. Zeitweise sind 140 Kräfte im Einsatz. Daneben befinden sich der Rettungsdienst und Notärzte für die Versorgung verletzter Kameraden vor Ort. Das DRK Elmshorn und unsere Frauen übernehmen die Versorgung der Einsatzkräfte, die bis ca. 17:00 Uhr zu tun haben, um das gesamte Reet vom Gebäude zu reißen und abzulöschen. Es werden ca. 300 Flaschen Atemluft von den Atemschutzgeräteträgern verbraucht. Frische Atemschutzträger werden immer wieder von anderen Wehren herangebracht. Gegen 20:00 Uhr bietet sich ein Bild der Verwüstung. Der Dachstuhl ist total zerstört, das Haus ist unbewohnbar geworden. Das gesamte Erdgeschoss und die Anbauten – ca. 2/3 der Gebäudesubstanz – konnten aber gerettet werden. Somit haben sich die großen Anstrengungen bei dem größten Einsatz in unserer Geschichte gelohnt. 

Einsatz beim Baumarkt Max Bahr in Elmshorn

Am 11. 5. 1997 um 8:13 Uhr werden wir durch Sirenenalarm und durch unsere Funkwecker zur nachbarschaftlichen Löschhilfe beim Brand des Baumarktes Bahr in Elmshorn angefordert. Beim Eintreffen am Einsatzort mit allen verfügbaren Kräften und allen Fahrzeugen brennt der Markt in voller Ausdehnung. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Elmshorn weist uns einen Brandabschnitt im Nordwesten hinter dem angrenzenden Lebensmittelmarkt zu. Beide Gebäude sind nur durch eine Brandmauer, die ca. 60 cm über das Dach hinausgeführt ist, getrennt. Vor uns entwickelt sich ein riesiges Feuer und treibt durch den Südwest-Wind eine große schwarze Rauchwolke über die Innenstadt Elmshorns. Vom Dach des Lebensmittelmarktes bekämpfen wir das vor uns tobende Feuer. Da auch die Brandwand zwischen den Gebäuden standhält, wird ein Übergreifen des Feuers auf den Lebensmittelmarkt verhindert Unsere beiden tragbare Motorpumpen versorgen unter anderem unsere Fahrzeuge mit Wasser aus der aufgestauten Krückau. Außerdem versorgen wir in unserem Brandabschnitt noch die anrückende Drehleiter aus Uetersen mit Löschwasser. Da es sehr schwer ist, an den Brandherd im Baumarkt unter der Trapezblecheindeckung heranzukommen, wird mit einem Kran und schweren Betonplatten das Dach eingeschlagen. Außerdem werden die Wände mit Radladern eingerissen, um so an das Feuer heranzukommen, um es dann erfolgreich bekämpfen zu können. Der angerückte ABC-Zug des Kreises Pinneberg übernimmt die Schadstoffmessungen in der Luft und ein großes Aufgebot der Medien verfolgt die schwierigen Löscharbeiten. Nach 8 Stunden ist das Feuer unter Kontrolle, und wir rücken von der Brandstelle ab. Gegen 23:00 Uhr bittet uns die Einsatzleitung der FF Elmshorn, die Brandwache für die Nacht zu übernehmen. Wir rücken mit unserem LF 16 und einer Löschgruppe um 23:30 an und bekämpfen die ganze Nacht immer wieder aufflammende Brandnester. Um 6:00 Uhr morgens werden wir abgelöst. Es ist Montagmorgen, und für die Kameraden beginnt nun ein normaler Arbeitstag. 

 

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